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Agility

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Beim Agility durchläuft der Hund, geführt vom Hundeführer, einen Parcours, der aus bis zu zwanzig Hindernissen besteht. Ziel ist die fehlerfreie Bewältigung in einer vorgegebenen Zeit. Hindernisse sind zum Beispiel Sprunghürden, Geräte wie Tunnel, Weitsprung oder Slalom. Der Parcours ändert sich von Mal zu Mal.

Der Hund bewegt sich ohne Leine und darf während einer Runde nicht mit Leckerlis bestochen werden. Der Hund reagiert vor allem auf spezielle Agi-Kommandos und auf die Körpersprache seines Trainers. Im Vordergrund stehen Spaß, Teamarbeit und die sportliche Aktivität. Eine einwandfreie Kommunikation zwischen Hund und Mensch steht im Mittelpunkt.

Entstehung von Agility

Agility ist eine recht junge Sportart, die ursprünglich in England entwickelt wurde. Inspiriert wurde es durch Springparcours beim Pferdesport. Nach kurzer Zeit gewann es beim Publikum an großer Beliebtheit und wurde so zu einer eigenen Wettkampfsportart. 

Training und Voraussetzungen

Agility kann in den meisten Hundesportvereinen und Hundeschulen trainiert werden. Grundsätzlich eignet sich jede Hunderasse, sofern der Bewegungsapparat des Hundes gesund ist und der Hund über einen guten Grundgehorsam verfügt. Zusätzlich ist Lernbereitschaft, Aufmerksamkeit und Vertrauen zwischen Zwei- und Vierbeiner Voraussetzung, um im Agility Freude und Erfolg zu haben. Bei Wettkämpfen eignen sich in der Klasse Large besonders wendige Hunde, wie z. B. der Border Collie, Australien Shepard oder der Belgische Schäferhund. Wichtig ist die Freude an der Bewegung und am Training.

 

Canicross

Canicross

Canicross ist ein Lauftraining der besonderen Art. Bei diesem Sport führt der Hund, da er meist der schnellere und bessere Läufer ist. Der Mensch wird beim Folgen sportlich gefordert. Hund und Mensch sind über eine Leine miteinander verbunden – der Hund trägt ein Geschirr und der Mensch einen Bauchgurt der Armfreiheit gewährleistet. Inspiriert wurde der Canicross vom Schlittenhunderennen. Daher liegt es auf der Hand, dass die extrem lauffreudigen und ausdauernden Huskies ein ausgeprägtes Talent für diese Disziplin haben.

Zusammenarbeit unabdingbar

Besonders beim Canicross ist ein gutes Zusammenspiel und Vertrauen zwischen Hund und Mensch überaus wichtig. Der Hund zieht den Menschen durch unebenes Gelände und zieht seinen Partner buchstäblich mit. Der Mensch erhöht sein Tempo, um dem Hund zu folgen und erreicht so selbst gute Trainingsergebnisse. Das gemeinsame Lauftraining lässt Hund und Mensch zum Team werden.

Welche Hunde sind geeignet?

Ausdauer und Lauffreude sind die wichtigsten Voraussetzungen für diesen Sport. Natürlich eignen sich Huskys ausgezeichnet für diese Sportart – jedoch auch andere Hunde mit ähnlichen Eigenschaften sind dafür gut geeignet. Auch Schäferhunde, Border Collies und viele andere Rassen und Mischlingshunde werden dafür gut geeignet sein. Besonders schnelle Hunde sind bestens geeignet, da sie den Menschen mitziehen können.

Canicross Training

Beim Geländelauf sollte man darauf achten, dass Gelenke nicht überstrapaziert werden. Daher darf das Training nur langsam beginnen und der rücksichtsvolle Umgang mit seinem sportlichen Partner hat höchste Priorität. Bei der Auswahl des Geländes ist es wichtig auf Sicherheit zu achten und trotzdem abwechslungsreiche und spannende Gebiete zu finden.

 

Discdogging

discdogging

Discdogging, auch Dog Frisbee genannt, ist Hundesport mit einer Wurfscheibe. Ziel ist es, dass der Hund den vom Menschen geworfene Frisbee fängt und wieder zurück bringt. Unterschieden wird in den Sparten Freestyle, Mini Distance und Long Distance.

Freestyle

Beim Freestyle führen Mensch und Hund eine zweiminütige Kür mit Musik vor.

Mini Distance

Beim Mini Distance befindet sich der Werfer mit seinem Hund in einem markierten Spielfeld. Innerhalb von 60 Sekunden muss der Hund innerhalb des Feldes möglichst viele Frisbees fangen.

Long Distance

Beim Long Distance hat der Werfer drei Versuche möglichst weit zu werfen. Der Hund muss dabei die Scheibe in der Luft fangen.

Geeignete Hunde

Grundsätzlich sind alle Hunderassen geeignet die gesund und fit sind und gerne springen. Besonders die Hütehunde haben großes Interesse an Wurfscheiben. Daher sieht man oft Border Collies und Australian Shepherds bei dieser Sportart. Wendigkeit, Intelligenz, Motivation und Freude sind die ausschlaggebenden Punkte, um in dieser Disziplin Erfolg zu haben. Wichtig ist, wie auch bei anderen Hundesportarten, dass der Hund ausgewachsen ist und keine Gelenkprobleme hat.

Worauf muss beim Discdogging geachtet werden?

Um das Verletzungsrisiko für Hund und Besitzer gering zu halten sollte man zuerst ein geeignetes, ebenes Gelände suchen. Die Wurfscheibe oder der Frisbee sollten hundgerecht sein, d.h. die passende Größe haben und aus geeignetem Material bestehen. Es gibt eigens für diese Sportart entwickelte Modelle. Diese Sportart ist generell etwas wilder und für sportliche Tiere und Besitzer geeignet.

 

Dogdancing

Dogdancing

Dogdancing ist eine Hundesportart die aus den USA kommt. Dabei bewegen sich Hund und Mensch rhythmisch zu einer bestimmten Musik. Einzelne Elemente des Obedience, eine Art "Bei Fuß gehen" mit speziell eingeübten Kunststücken werden vereint.

Die Choreographie und Tuniere

Die Choreographie ist sowohl für den Menschen als auch für den Hund eine große Herausforderung. Typische Kunststücke, die in die Choreographie eingebaut werden, sind beispielsweise der Beinslalom, Seitengänge, Drehungen, Sprünge, Männchen machen oder die Polonaise.

In dieser Hundesportart werden sogar Turniere ausgetragen. Grundsätzlich werden hier meistens zwischen den Fun-Klassen und den offiziellen Klassen unterschieden. Im Gegensatz zu den offiziellen Klassen erfolgt bei den Funklassen keine Bewertung durch Kampfrichter.

Offizielle Klassen:

  • Klasse 1
  • Klasse 2
  • Klasse 3
  • Klasse Senioren und Handicap
  • Trio
  • Quartett
  • Klasse Junioren

Unterteilung der Fun-Klassen:

  • Beginner
  • Open
  • Senioren
  • Handicap
  • Trio
  • Quartett
  • Gruppen
  • Lucky Dip

Bewertet werden folgende Kategorien: Die Choreographie, das Konzept, die Dynamik, die Ausführung, der Inhalt sowie der Schwierigkeitsgrad.

Um auch mit der Choreographie zu punkten, sollte diese sowohl zum Hund als auch zum Menschen passen, damit sich diese synchron zu der Musik bewegen können. An Fantasie und Kreativität sollte auf keinen Fall gespart werden.

Welche Hunde sind für das Dogdancing geeignet?

Geeignet sind prinzipiell alle Hunderassen. Es ist allerdingst wichtig, dass man das Dogdancing mit Freude ausübt, eine gute Beziehung zum Hund besteht und man es zu verstehen weiß, das Tier richtig zu motivieren.

 

Dogging

Dogging

Dogging ist eine Bezeichnung für viele verschiedene Sportarten mit dem Hund. Ursprünglich war mit Dogging das Joggen mit Hund als Begleiter bezeichnet. Mittlerweile zählen Walking, Wandern, Nordic Walking, Fahrradfahren und Schwimmen dazu. Ebenso wie Discdogging oder Geo-Dogging, einer Form von Geocaching. Auch das gemeinsame Schwimmen mit dem Hund kann zum Dogging gezählt werden. Das Wort Dogging setzt sich zusammen aus dem englischen Wort dog (Hund) und dem jogging (Laufen). Ausführen kann man diese Sportarten überall in der freien Natur.

Wofür Dogging gut ist

Dogging ist eine beliebte Hundesportart. Es werden keine Hilfsmittel benötigt und kann im Prinzip überall in der freien Natur betrieben werden. Gut geeignet und gelenkschonend ist immer weicher Boden, wie etwa in einem Park oder Wald. Dogging ist eine gute Möglichkeit das Fitnesstraining für den Menschen zu gestalten und dabei zur Gesundheit und zum Wohlbefinden seines Vierbeiners aktiv beizutragen. Ebenfalls ist das Dogging ein gemeinsames Erlebnis zwischen Hund und Halter und trägt so zu einem guten Vertrauensverhältnis mit bei. Grundsätzlich gilt, dass der Hund sich dem Tempo seines Trainers anschließt und es so zu einem gemeinsamen Training wird.

Was beachtet werden muss

Geeignet sind grundsätzlich alle Hunderassen. Allerdings sollte man auf die Kondition des Hundes achten. Wichtig ist ebenfalls, dass der Hund ausgewachsen, also mindestens ein Jahr alt ist, um die Gelenke nicht zu schaden und das Tier nicht zu überfordern. Natürlich muss auch auf die Größe des Hundes Rücksicht genommen werden. 

Kleine Hunderassen sind eher für etwas langsame Bewegungen geeignet und können nicht unbedingt kilometerweite Strecken laufen. Größere Hunde die generell mehr Auslauf und Bewegung brauchen sind hingegen als Begleiter beim Radfahren oder Skating geeignet, sofern Sie gut trainiert und laufsicher sind.

 

Dummytraining

Dummytraining

Dummytraining bedeutet das Apportieren (engl. Attrappe) eines Dummys. Oft bestehen diese Dummys aus mit Sand gefüllten Segeltüchern verschiedener Größen.

Ursprünglich stammt Dummytraining aus Großbritannien. Als Vorbereitung für die Jagd sollten die Hunde tote oder angeschossene Vögel aus dem Wasser apportieren. Das Dummytraning ist Bestandteil der Ausbildung von Jagdhunden. Inzwischen existiert es als eigene Hundesportart, die aufgrund der intensiven Förderung von Hund und Mensch beliebt geworden ist. Apportierfähigkeit, Teamarbeit, Leistungsfähigkeit und Aufmerksamkeit werden hier trainiert.

Als Jagdopfer wird eine Attrappe - der Dummy – verwendet. Die Dummyarbeit basiert auf Markieren, Suchen und Einweisen: Der Dummy muss markiert werden, was bedeutet, dass sich der Hund die Fundstelle der Attrappe merken muss. Sofern diese Stelle dem Hund nicht bekannt ist, muss er sie suchen. Beim Einweisen dirigiert der Hund den Jäger zur der Fundstelle.

Übungen und Trainingseinheiten: 

  • Markieren
  • Einweisen
  • Suche

Weitere Übungen und Manöver sind: 

  • Freiverlorensuche
  • Schleppe
  • Walk up
  • Wasserarbeit
  • Steadiness

 

Besonders Jagdhundearten sind für diese Tätigkeiten ausgerichtet. Die Retriverarten, wie etwa der Golden Retriver, Labradore und die Vorstehhunde, wie z.B. sowie englische Setter, eignen sich besonders für das Apportieren. 

Was ist zu beachten beim Dummytraining?

Ausüben kann man dieses Training überall in der freien Natur. Unterschiedliches Gelände machen diesen Hundesport abwechslungsreich und herausfordernd. In der kalten Jahreszeit sollten die Hunde nichts aus Gewässern apportieren da hierbei große Erkältungsgefahr besteht.

 

Flyball

Flyball

Die Hundesportart Flyball wurde um die 90er Jahre in den USA erfunden. Von dort wurde sie nach England und dann weiter nach Europa gebracht.
Wie funktioniert diese Sportart? Flyball ist eine Wettkampfsportart: Zwei Mannschaften die aus jeweils vier Teams bestehen, treten gegeneinander an. Ein Team besteht aus Hund und Hundeführer.

Beim Start muss der Hund vier Hindernisse überwältigen und dabei möglichst schnell die Flyballbox erreichen um dort den Auslösemechanismus zu betätigen aus dem dann ein Ball herausspringt. Der Hund muss den Ball nun fangen und mit ihm im Maul über alle vier Hürden zurücksprinten.

Sobald der Hund die Start/Ziellinie erreicht hat, darf der nächste Hund aus dem selben Team lossprinten. Haben alle vier Hunde aus dem selben Team die Ziellinie erreicht, ist das Spiel beendet. Dabei gewinnt die Mannschaft die die Ziellinie zuerst überquert hat.

Beim Flyball sind Regeln einzuhalten, andernfalls erfolgen Strafrunden für den Hund wie folgt beschrieben:

  • Der Hund überspringt nicht alle Hürden
  • Der Hund nimmt den Ball aus der Flyballbox
    ohne den Auslösemechanismus zu betätigen.
  • Der Hund überquert die Ziellinie ohne Ball
  • Der Hund trägt nicht den Ball im Maul
    über alle vier Hindernisse
  • Der Hundeführer überquert die
    Start/Ziellinie selbst

Für welche Rassen ist Flyball geeignet?

Flyball ist für alle Hunderassen geeignet. Egal ob klein oder groß. Jeder Hund kann diese Sportart ausüben solange er mindestens 15 Monate alt ist.

 

Weight Pulling

Weight Pull

Das Weight Pulling ist eine Hundesportart, bei der der Hund bestimmte Gewichte mit einem Wagen, Karren oder Schlitten ziehen muss. Hierbei gilt es eine bestimmte Zeit einzuhalten oder eine längere Strecke zu bewältigen. Je nach Trainingszustand wird das Gewicht erhöht oder die Strecke verlängert. Manchmal werden auch Hindernisse in den Weg gelegt, die mit dem Karren überzogen werden müssen, wie etwa Reifen, Stämme oder Schienen.

Es muss unbedingt auf die Gesundheit des Hundes geachtet werden, um eine Überanstrengung zu vermeiden.

Ebenfalls ist es unabdingbar, dass der Hund das Gewicht aus freien Stücken zieht und dass er komplett ausgewachsen ist. Hierzulande ist Weight Pulling ,oder auch nur Pulling genannt, nicht weit verbreitet. Generell denkt man bei dieser Sportart eher an Huskys, die bekanntlich auch als Schlittenhunde erfolgreich eingesetzt werden. Auch andere kräftige Hundereassen, wie etwa Pit Bulls, werden hier eingesetzt.

Weight Pulling ist eine Sportart die freiwillig vom Hund ausgeführt wird und sie darf niemals als Quälerei eingesetzt werden, da hierbei besonders Gelenkschäden verursacht werden können. Geschirr, Gewichte und Distanzen sollten sich stets an den Hund orientieren.

 

Leistungshüten

Leistungshüten

Leistungshüten ist heutzutage eine Wettbewerbssportart die für Hütehunde ausgelegt ist. Diese Sportart ist direkt aus Disziplinen hervorgegangen, dessen Übungen als Berufsprüfung für Hütehunde eingesetzt wurden. Generell ist diese Sportart überall dort sehr beliebt, wo es große Vorkommen an Schafherden gibt.

Denn genau darum geht bei dieser Sport: um die Arbeit mit Schafherden. Inzwischen gibt es Hütehundewettbewerbe die bei Zuschauern sehr beliebt sind. Gleichzeitig geht es um das Vergleichen der Qualitäten der Hütehunde, um etwa für die Zucht besonders erfolgreich zu sein.

Was wird beim Leistungshüten trainiert?

Beim Leistungshüten wird das Zusammenspiel von Hirte (Mensch) und einem Hund oder mehren Hunden bewertet. Der Hund hält eine Herde zusammen.

Dazu gehören Aufgaben wie das Auspferchen einer Herde und das Treiben über eine Brücke. Die Herde muss von den Hunden auf großen und kleinen Flächen und engen Wegen getrieben werden.

Schlusspunkt ist das Einpferchen, bei dem die Hunde die Herde in einen eingezäunten Pferch treiben. Bei einigen Hüte-Wettbewerben werden die Aufgaben nur mit einem Hund ausgeübt. Der Parcoursaufbau kann hierbei variieren.

Einige verschiedenen Aufgaben

  • Herde einpferchen (Outrun)
  • Herde auspferchen (Pen)
  • Ein Tier der Herde aussondern (Singeling)
  • Bringen (Fetch)
  • Tiere (über Hindernisse) treiben (Drive)

Welche Hunde sind geeignet?

Geeignet für das Leistungshüten sind Hütehunde wie der Border Collie oder Australien Shepard. Wichtig ist, dass die Hunde gehorsam und aufmerksam sind. Der Schäfer muss die Kommandos

beherrschen und klar und deutlich mit seinem Hund kommunizieren können. Hier ist eine besondere Zusammenarbeit zwischen Tieren und Mensch gefragt.

 

Mantrailing

Mantrailing

Mantrailing ist die Personensuche durch den Hund. Das Wort leitet sich aus dem englischen (man = Mensch, to trail: verfolgen) her. Dabei wird der ausgeprägte Geruchssinn des Hundes genutzt. Der Hund orientiert sich an dem Geruch einer bestimmten Person, der dem Hund mittels Geruchsträger, wie Kleidung, vorgezeigt wird und spürt diese auf.

Angeboten wird Mantrailing in Hundeschulen und Hundesportvereinen. Mit entsprechendem Basiswissen kann man diese Sportart jedoch in jedem Gelände trainieren.

Wie funktioniert Mantrailing?

Der Hund befindet sich an einer langen Leine und sucht mit seinem exzellenten Geruchssinn eine vermisste Person. Hierzu wird dem Hund eine Geruchsprobe gegeben, die er aufnimmt; etwa ein Taschentuch, ein Kleidungsstück oder ein anderer Gegenstand der Zielperson.

Nach erfolgreicher Ausbildung ist der Hund fähig die Geruchsspuren über mehrere Kilometer zu verfolgen, bis er die gesuchte Person gefunden hat. Wechselnde Wetterbedingungen wie z.B. Regen, können die Suche erschweren.

Anforderungen an Mensch und Hund

Für das Mantrailing sind alle Hunderassen geeignet. Diese spannende Sportart wird durch Grundinstinkte jedes Hundes, sowie seiner verhaltensbiologischen Eigenschaften ermöglicht. Daher ist dieses Training sogar für ältere Hunde geeignet oder auch solche, 

die besonders unausgelastet sind. Der Mensch lässt sich hierbei auf die spezielle Wahrnehmung des Hundes ein. Geduld, Zeit und Motivation muss der Trainer mitbringen um sich auf das Können und die Persönlichkeit seines Hundes einzulassen.

 

Obedience

ObedienceObedience ist die harmonische und exakte, aber schnelle Ausführung verschiedener Übungen. Diese Hundesportart kommt ursprünglich aus England. Das Wort Obedience leitet sich aus dem englischen Wort für Gehorsam ab. Voraussetzung sind ein sehr guter Grundgehorsam des Hundes und ein perfektes Zusammenspiel zwischen Mensch und Hund. Auch das soziale Verhalten gegenüber anderen Hunden und Menschen spielt in dieser Sportart eine wesentliche Rolle.

Worauf es ankommt

Bei den Wettbewerben kann jeder Hund teilnehmen; jede Hunderasse ist dafür geeignet.

Wichtig sind Aufmerksamkeit und Motivation des Hundes.

Auch Größe und Alter des Hundes sind nicht erheblich, da bei den Wertungen immer Rücksicht auf die Besonderheiten des jeweiligen Hunde-Mensch-Teams genommen wird.

Auch der Hundeführer muss nicht besonders sportlich sein. Es kommt auf das harmonische Zusammenspiel und die Freude an den verschiedenen Übungen an. Die Bewertungen erfolgen nicht ausschließlich nach korrekt ausgeführten Übungen, auch die Harmonie und Eleganz spielen eine Rolle bei der Wertung.

Obedience Übungen:

  • Bei – Fuß – Gehen
  • Bleib – Übungen
  • Apportieren
  • Suchen von Gegenständen
  • Positionswechsel
  • Übungen mit und ohne Leine
  • Übungen mit und ohne Blickkontakt
  • Wesensfestigkeit gegenüber anderen
    Hunden und Menschen

Prüfungen

Angeboten wird es in vielen Hundesportvereinen. In Deutschland gibt es vier Prüfungsstufen.

  • Begginerklasse
  • Klasse 1
  • Klasse 2
  • Klasse 3

 

Treibball

Treibball

Treibball ist ein Hundesport der oft in Hundeschulen angeboten wird. Ein ideales Hundetraining soll den Hund nicht nur physisch erschöpfen damit er zu Hause ruhig ist. Die besten Übungen dienen vor allem der intellektuellen Entwicklung des Tieres und fördern seine Kommunikationsfähigkeit. Durch Spielen und Sporttreiben lernen Hunde seine Besitzer zu verstehen und ihnen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Das Treibball-Spiel ist für den Hund und seinen Besitzer eine ideale Gelegenheit sich gegenseitig besser kennen zu lernen und eine gemeinsame Sprache zu finden.

Ausrüstung:

Spielfeld von 15 x 30m
Ein Hand- oder Fußballtor
8 große Gymnastikbälle

Spielregeln:
Die Bälle werden in bestimmter Entfernung von dem Tor in Form eines Dreiecks (wie Billardkugeln) gelegt. Die Aufgabe des Hundes besteht darin, alle Bälle der Reihe nach ins Tor zu rollen. Der Besitzer hilft ihm dabei, indem er dem Hund ständig mit Befehlen und Gesten erklärt, was er tun soll. Innerhalb von 15 Minuten sollten alle Bälle im Tor versenkt sein.

Welche Hunde können Treibball spielen?

Treibball spielen kann eigentlich jeder Hund, der dazu Lust und Energie hat. Besonders geeignet sind Hunde die einen ausgeprägten Sinn für Hüte- und Jagdspiele haben. Größere Rassen wie

Schäferhunde oder Labradore sind daher gut geeignet. Auf kleinere Hunde können die großen Bälle abschreckend wirken. Jeder kann aber seine Kräfte und Talente erproben.

 

Trickdogging


Trick DoggingBeim Trickdogging handelt es sich nicht im eigentlichem Sinne um eine Hundesportart. Es gibt hier weder Regeln noch Grenzen. Unter der Bezeichnung "Trickdogging" versteht man das Beibringen von Tricks bei seinem Hund. Das Einstudieren von ein paar Tricks kann dabei schnell und ohne viel Zeitaufwand geschehen. Es ist sogleich eine simple Methode den Hund dabei geistig zu fordern und zu fördern. Zugleich wird auch die Bindung und das Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Mensch weiter vertieft.

 

Welcher Hund eignet für Trickdogging?

Grundsätzlich kann jeder Hund einige Tricks erlernen. Dies ist völlig unabhängig davon, ob dies ein junger oder ein älterer Hund ist oder ob es sich um einen gesunden Hund handelt oder um einen Hund mit körperlichen Einschränkungen. Ebenso ist es ohne Belang, zu welcher Rasse der Hund gehört. Wie jeder Mensch, so lernt auch jeder Hund unterschiedlich schnell. In erster Linie sollte Trickdogging, Mensch und Hund, Spaß machen. Da es eine Unzahl Tricks und Übungen gibt, kann man diese den eigenen Fähigkeiten und den Fähigkeiten des Hundes individuell anpassen.

Zunächst sollte der jeweilige Hundebesitzer mit ganz einfachen Übungen beginnen. Grundvoraussetzung ist allerdings, das der Hund einige Kommandos wie "Sitz" oder "Platz" kennt. Die simpelste und schnellste Übung ist das "Pfötchen geben". Nahezu jeder Hund erlernt diesen Trick in kurzer Zeit.

Weitere einfache Übungen sind:

Je nach Geduld und Motivation von Mensch und Hund lässt sich der Schwierigkeitsgrad der einzelnen Übungen steigern. Es ist sogar möglich dem Hund Tricks beizubringen, wobei er dem Menschen bei seinen alltäglichen Verrichtungen zur Hand geht.

Dies wären zum Beispiel:

a) Männchen machen
b) Winken
c) Tot stellen
d) eine Rolle machen

a) Leere Flaschen wegbringen und einräumen
b) Taschentücher oder die Zeitung holen
c) Schuhe ausziehen

Aber Achtung, die einzelnen Übungsschritte sollten nur in kleinen und zeitlichen begrenzten Dosen erfolgen, ohne den Hund dabei zu überfordern. Denn auch ein Hund hat irgendwann einmal die "Nase voll".

Trickdogging im Alltag

Selbst im alltäglichen Leben wird diese Eigenschaft des Hundes Tricks zu erlernen und umzusetzen schon erfolgreich angewandt. So werden Hunde für Diabetiker oder Epileptiker ausgebildet, die einen Anfall oder eine drohende

Unterzuckerung frühzeitig erkennen. Durch erlernte Übungen sind sie in der Lage ihrem Besitzer die benötigten Medikamente selbstständig zu bringen oder gar eigenständig Hilfe zu holen.

 

Turnierhundesport

Turnierhundesport

Der Turnierhundesport (kurz THS) ist eine Hundesportart, die aus verschiedenen Varianten besteht. Der Vierkampf und Geländelauf sind die gängigsten Varianten. Dieser Sport wird gemeinsam mit Hund und Mensch betrieben. THS wird auch als Breitensport bezeichnet. Der Vierkampf besteht aus Gehorsamsübungen, Hürdenlauf, Slalom und dem Hindernislauf. Der Geländelauf ist das gemeinsame Laufen einer Strecke mit bestimmter Länge. Diese Sportart stellt große Herausforderungen an Mensch und Tier.

 

Voraussetzungen und Rahmenbedingungen beim THS

Die teilnehmenden Hunde müssen mindestens 15 Monate alt sein und über Grundgehorsam verfügen. Es gibt eine Trennung nach Altersgruppen, und für den Hundetrainer nach Geschlecht. Kleine Hunde springen niedrige Höhen als größere Hunde.

Die verschiedenen Varianten lassen sich gliedern in:

  • Vierkampf
  • Hindernislauf
  • Geländelauf
  • Speed-Cup
  • Shorty

Beim Hindernislauf geht es um Hindernisse die überwunden werden müssen (springen oder klettern). Mögliche Hindernisse sind Brettersprünge, Treppen, Schrägwände, Tunnel und Hoch-Weit-Sprung. Der Vierkampf besteht aus Gehorsamsübungen, Hürdenlauf und Slalomlauf.

Der Geländelauf gliedert sich in zwei Distanzen (2000 m oder 5000 m). Hierbei laufen Hund und Mensch gemeinsam. Beim Geländelauf hält der Trainer die Leine in der Hand. Beim Geländelauf-Plus wird diese mittels eines Bauchgurtes befestigt. Der Läufer mit der schnellsten Zeit gewinnt.

Bei den Speed Cup-Varianten (Combinations-Speed-Cup und Qualifikations-Speed-Cup) handelt es sich ebenfalls um einen Parcours mit Hindernissen (z.B. Frankfurter Kreisel und Mühlacker Harfe).

Diese Varianten werden entweder als Einzel- Mannschafts- oder Familienwettbewerb gespielt.

Shorty ist ein kleiner Parcours in dem nur zwei Teams gegeneinander antreten. Auch hier zählt die Gesamtzeit.

Wo es angeboten wird und wer geeignet ist

Turnierhundesport wird in vielen Hundesportvereinen angeboten. Jede Rasse und jede Größe ist dafür geeignet. Auch hier stehen Freude, Motivation und Teamarbeit im Vordergrund.

 

Schutzhundesport

Schutzhundesport

Schutzhundesport ist ursprünglich ein Teil der Vielseitigkeitsprüfungen (VPG) zur Ausbildung von Dienst- und Begleithunden. Hunde, die bereits die Begleithundeprüfung erfolgreich bestanden haben, werden für diese Prüfung zugelassen. Heutzutage ist Schutzhundesport eine vielseitige Disziplin, die, wenn sie richtig ausgeführt wird, spielerisch und herausfordernd für Hund und Trainer ist. Der Schutzhundesport wird in Vereinen angeboten und kann nur unter fachkundiger Anleitung richtig ausgeübt werden.

Vielseitige Anforderungen an den Hund

Der Hund lernt trotz möglicher Ablenkungen aufmerksam und beherrscht zu sein. Mensch und Hund müssen einander vertrauen und ein gutes Team bilden. Der Schutzhundesport besteht für gewöhnlich aus drei Teilen: Fährte, Unterordnung und Schutzdienst. Unabdingbar sind gute Nerven für den Hund und ein tadelloser Grundgehorsam. Die meisten Schutzhunde sind menschenfreundlich und ebenso gute Rettungshunde. Richtig ausgeführt hat dieser Sport also nichts mit sinnlosen Aggressionen oder Angriffen auf Menschen zu tun.

Die drei Schutzhundesport-Teilbereiche

Fährte

Bei der Fährte muss der Schutzhund der Spur einer Fluchtperson folgen können und etwaige Beweismittel (Attrappen) finden.

Unterordnung

Währenddessen muss er tadellos gehorchen und sich von etwaigen Zivilpersonen oder anderen Ablenkungen nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Schutzdienst

Der Hund muss den Täter finden und stellen können. Etwaige Fluchtversuche oder Angriffe müssen verhindert werden. Hierbei wird zu Trainingszwecken eine Hilfsperson verwendet.

Welche Hunde sich eignen

Für den Schutzhundesport eignen sich vor allem mittelgroße oder große Hunde, die sehr aufmerksam und intelligent sind. Besonders begabt sind SchäferhundeRottweilerDobermannRiesenschnauzer und Deutsche Boxer.

 

Fährtenarbeit

FährtenarbeitFährtenarbeit ist inzwischen eine eigene anspruchsvolle Hundesportart und gehört zum sog. Schutzhundesport. Es gibt hierbei verschiedene Varianten und Ausbildungen.

Ursprünglich wurde die Fährtenarbeit für die Jagd eingesetzt.

Heutzutage wird Fährtenarbeit neben dem Hundesport ebenfalls von der Polizei und Rettungsdiensten erfolgreich eingesetzt.

Die gute Nase des Hundes

Der feine Geruchssinn der Hunde befähigt sie zur Fährtenarbeit. Die gute Nase liegt in der Natur eines jeden Hundes und macht diese Sportart somit erst möglich. Begabte und gut trainierte Hunde können Gerüche verfolgen, wenn der Verursacher bereits seit Tagen fort ist. Die erforderlichen Fähigkeiten bringt der Hund also schon von sich aus mit. Ebenfalls ist eine hohe Konzentration gefragt, da sich der Hund nicht ablenken lassen darf und die Spur stets im Gedächtnis behält.

Hund und Trainer

Der Trainer lehrt den Hund eine ganz bestimmte Fährte zu verfolgen. Dabei sind Vertrauen und ein gutes Verhältnis zwischen Hund und Trainer vonnöten. Der Hund leitet das Mensch/Hund – Gespann, der Trainer verlässt sich dabei voll und ganz auf den Geruchssinn des Hundes.

 Körperlich kann diese Sportart äußerst anstrengend sein da zum Teil lange Strecken, manchmal in sehr unebenem Gelände, zurückgelegt werden müssen.

 

Wasserarbeit

Wasserarbeit

Bei der Wasserarbeit rettet der Hund einen vor dem Ertrinken bedrohten Menschen, indem er ihn aus dem Wasser zieht. Der Hund trägt hierbei ein bestimmtes Geschirr, an das sich der Mensch klammern kann. Auch Gegenstände werden aus dem Wasser apportiert und einem Menschen bzw. auf ein Boot gebracht. 

Wasserarbeit ist Bestandteil der Ausbildung von Rettungs- und Jagdhunden und wird auch als eigenständige Hundesportart betrieben.

Wasserarbeitsprüfungen werden in verschiedene Diplome unterteilt und variieren von Land zu Land.

Inhalte der Wasserarbeit

Erstmal muss der Hund lernen längere Distanzen relativ mühelos schwimmen zu können.

Auch das Apportieren muss gelernt sein (erst als Bodenarbeit, dann im Wasser).

Das Springen von einem Steg oder Boot ist ebenfalls Trainingsinhalt und muss gegebenenfalls erlernt werden.

Übungen

  • Schwimm- und Ausdauertraining
  • Apportieren aus dem Wasser
  • Springen von Booten, Stegen und Ufern
  • Menschen und kleine Boote ziehen

Welche Hunde geeignet sind

Besonders wasserfreundlich sind alle Retriever Arten, wie etwa Golden Retriever und Labradore. Auch NeufundländerLeonberger und Landseer werden gerne und erfolgreich für die Wasserarbeit eingesetzt.

Wichtig ist vor allem, dass der Hund nicht wasserscheu ist, sondern Spaß an dieser Sportart hat. Voraussetzung ist ebenfalls, dass eine gute Zusammenarbeit und Vertrauen zwischen Hund und Trainer besteht.

 

Zielobjektsuche (ZOS)

Zielobjektsuche (ZOS)

Bei der Zielobjektsuche (ZOS) muss der Hund gezielt bestimmte Gegenstände suchen. Anfangs wird mit einem Gegenstand trainiert, im Verlauf des Trainings mit bis zu drei Gegenständen. Der Hund wird auf Kommando losgeschickt den jeweiligen Gegenstand zu suchen, zu lokalisieren und anzuzeigen. Ursprünglich stammt ZOS aus dem Bereich der Polizeihundeerziehung und wurde im Rahmen der Spürhundetrainings eingesetzt.

Wo es angeboten wird

Angeboten wird die Zielobjektsuche in Hundeschulen und Hundesportvereinen. Erfahrene ZOS-Trainer vermitteln die richtigen Trainingsansätze und -Kommandos. ZOS kann entweder im freien Gelände oder in einem abgegrenzten Feld betrieben werden. Wichtig ist, dass genug Möglichkeiten bestehen die gesuchten Zielobjekte zu verstecken. 

Anforderungen an Hund und Trainer

ZOS ist eine spannende Sportart und verlangt viel Konzentration und Aufmerksamkeit. Die gute Nasenarbeit des Hundes macht das gezielte Suchen nach Objekten möglich. Dem Hund wird sowohl geistig als auch körperlich einiges abverlangt. Die Bindung und reibungslose Kommunikation zwischen Hund und Mensch

spielen auch hier eine große Rolle, da der Hund auf die Kommandos seines Trainers reagieren muss. Der Hundetrainer braucht hierbei Geduld und muss sich auf die Körpersprache seines Hundes einlassen. Geeignet sind dafür alle Hunderassen. Auch ältere oder nicht gut trainierte Hunde können hier erfolgreich beschäftigt und gefördert werden.

 

 

 

 

 

 

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