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Der Hund

Die Eignung


Grundsätzlich ist jeder Hund geeignet, egal ob Mischling oder Rasse. Er sollte über gute Charaktereigen-schaften verfügen, verträglich, gehorsam und nicht schreckhaft sein. Auch muss er einen ausgezeichneten Geruchsinn haben.

Ein verträglicher Charakter ist wichtig, da er mit anderen Hunden gemeinsam im Einsatz ist. Er muss seine Arbeit tun und darf nicht zu Raufen beginnen. Auch Menschen gegenüber muss der Hund entsprechend sozialisiert sein. Wenn er die vermisste - eventuell auch verletzte - Person findet, darf er nicht aufdringlich werden. Ebenso leisten wir Öffentlichkeitsarbeiten und werden immer wieder zu Vorführungen gebeten - hier

sollte eine perfekte Unterordnung gezeigt werden.

Dass ein Hund bei der BAG - RHV nicht schreckhaft sein darf, versteht sich von selbst. Wenn wir bei einer Trümmersuche neben dem suchenden Hund mit schwerem Gerät arbeiten müssen (z.B.: Presslufthammer), darf sich der Hund von seiner Tätigkeit nicht ablenken lassen. Dornen, dichtes Gestrüpp, Felsen oder ähnliches darf den Hund ebenso nicht scheuen wie Leitern, auf denen er mitunter Hindernisse überwinden muss, um zu seinem Suchgebiet zu kommen.

Je besser der Hund sich von seinem Wesen her eignet, desto einfacher wird die Ausbildung. Natürlich ist es auch möglich einen Hund auszubilden, welcher nicht alle Anforderungen erfüllt, es erfordert jedoch mehr Geduld und Aufwand.

 

Die Ausbildung

Die Ausbildung eines Rettungshundes dauert etwa 2 Jahre. 

Unsere Hunde werden ausschließlich über positive Motivation ausbildet, das heißt, ihr Spiel- oder Futtertrieb wird genutzt, um ihnen das Anzeigen von vermissten Personen beizubringen. Zusätzlich zum Suchen lernen die Hunde auch Hindernisse wie Leitern und Wassergräben, die sie bei der Suche behindern könnten, geschickt zu bewältigen. Ein weiterer wichtiger Faktor in unserer Hundeausbildung ist der Gehorsam, denn die Hunde müssen auch unter Ablenkung (Wild, andere Hunde, viele fremde Menschen etc.) dem Hundeführer gehorchen.

 

Die Ausbildungsvarianten bzw. -stufen 

  • Eignungsprüfung

Grundlegende Unterordnungsübungen, einige Geräte und eine kleine Suche 

  • Flächenprüfung: Stufe A und B

Eine Fläche bestimmter Größe muss nach mind. 2 Personen abgesucht werden, verschiedene Geräte, Unterordnung (Niveau etwa BGH 2) 

  • Fährtenprüfung: Stufe A und B

Hier muss eine Fährte mit unterschiedlicher Länge und mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden abgesucht werden. Auch die Geräte und die Unterordnung werden geprüft. 

  • Trümmerprüfung: Stufe A und B

Hier werden verschiedene Personen in einem Trümmergelände gesucht, auch verschiedene Geräte und die Unterordnungsübungen müssen beherrscht werden.

  • Lawinenprüfung: Stufe A und B

Unter der Schneedecke verschüttete Personen werden gesucht, Unterordnung, auch Arbeit mit dem Lawinenpieps (bei hoher Schwierigkeitsstufe) muss beherrscht werden. 

  • Wasserrettung: Stufe A und B

Jede der Prüfungen besteht aus den drei Disziplinen Nasenarbeit, Unterordnung und Gewandtheit. 

Die verschiedenen Stufen in den Prüfungsarten geben den jeweiligen Schwierigkeitsgrad an.

Die Sucharten

  • Die Flächensuche 

In der Fläche verbringen wir die meiste Zeit des Übungsbetriebes, denn die häufigste Einsatzsituation ist die Vermisstensuche in großen Wald- und Wiesengebieten. Das Einweisen des Hundes in seine Suchrichtung ist ein wichtiges Element in der Flächensuche. Durch das wiederholte Vorgeben der Suchrichtung, kann der Hundeführer leichter beurteilen welche Flächenabschnitte abgesucht worden sind.

 

  • Untergruppen in der Flächensuche

Suche nach freiliegenden Personen 

Vermisste können verletzt, verwirrt oder erschöpft aufgefunden werden 

 

Die Tiefsuche 

Suche nach verdeckten oder verkrochenen Personen (z.B.: Kinder welche in Gräben fallen oder sich in ein Kanalrohr verkrochen haben) 

Die Hochsuche 

Suche nach Personen, welche auf Bäumen oder in Hochsitzen geklettert und dort verunglückt sind oder sich erhängt haben 

Die Kettensuche 

Eine große Fläche kann in relativ kurze Zeit abgesucht werden. Bei der Kettensuche arbeitet Hund an Hund aneinander und müssen sich deshalb gegenseitig vertragen 

Die Wegsuche 

Ist die Suche entlang von Wegen oder Straßen wie z.B.: Wanderwege, Spazierwege, usw. 

  • Die Trümmersuche

Bei der Ausbildung im Trümmerbereich ist es immer wieder notwendig, mit den Hunden auf unterschiedlichen Geländearten zu arbeiten, damit sie im Einsatzfall nahezu jeder realen Trümmerlage gewachsen sind. Fundierte Kenntnisse der Trümmerkunde, wie sich die Aktiven unserer Rettungshundestaffel in zahlreichen theoretischen und praktischen Übungsstunden aneignen, sind unter den hier gezeigten Umständen durchaus lebenswichtig für Mensch und Hund. 

  • Die Lawinensuche

Bei der Suche von Lawinenopfern ist der Rettungshund noch immer sehr wichtig. Der Einsatz von Hunden kann die Zeit der Suche von Verschütteten auf bis ein Zehntel verringern. Aufgrund der niedrigen Temperaturen und Sauerstoffmangel, ist der rasche Hundeeinsatz hier besonders wichtig. 

  • Die Fährtensuche 

Die Fährtensuche ist eine Suchart, welche leider nicht sehr oft zum Einsatz kommt. Dies liegt vor allem daran, dass meist nicht genau bekannt ist, von welchem Punkt aus sich die vermisste Person entfernt hat. Um eine Fährtensuche zu beginnen, muss der Hundeführer den Hund relativ exakt an den Ausgangspunkt der Fährte (z.B. das Wohnhaus oder das abgestellte Auto) bringen, nur dann kann der Hund die Fährte aufnehmen und ihr bis zur vermissten Person folgen. Anwendung findet diese Suchart vor allem dann, wenn nach einem Unfall das Unfallopfer im Schock den Unfallort verlässt.

 

 

 

 

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